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	<title>Deutsches Kolleg &#187; 1968</title>
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		<title>Dutschke und Hitler</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Jan 2005 22:06:35 +0000</pubDate>
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<li><a href='http://www.reich4.de/2007/02/antifaschistische-erklarung/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Antifaschistische Erklärung'>Antifaschistische Erklärung</a></li>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Heiligen Abend des Jahres 1979 starb Rudi Dutschke an den Folgen des Attentats vom Gr&uuml;ndonnerstag des Jahres 1968. Am 3. Januar 2005 j&auml;hrt sich seine Grablegung in Berlin-Dahlem zum 25. Male.</p>
<p>Wie bei Jesus von Nazareth erkennt bei Rudi von Luckenwalde seine Gemeinde erst geraume Zeit nach seinem Tode, da&szlig; ihr ein heilsgeschichtliches Individuum begegnet war. Heilsgeschichtlich ist ein Individuum, das ein Scharnier geschaffen hat, um das sich eine neue Weltgeschichte dreht, die von neuen welthistorischen Individuen geb&uuml;ndelt und ausgesprochen werden wird. &bdquo;Wie Morgenluft sind n&auml;mlich die Namen / Seit Christus. Werden Tr&auml;ume. Fallen, wie Irrtum / Auf das Herz und t&ouml;tend, wenn nicht einer / Erw&auml;get, was sie sind, und begreift.&ldquo; (H&ouml;lderlin)</p>
<p>Hitler und Dutschke waren die beiden charismatischen F&uuml;hrer, die das Deutsche Volk im 20. Jahrhundert hervorgebracht hatte: Hitler der F&uuml;hrer der gro&szlig;en deutschen Arbeiter- und Volksbewegung von 1933, Dutschke der F&uuml;hrer der kleinen deutschen Studentenbewegung von 1968. Unter den zahlreichen Studentenf&uuml;hrern, die die Weltrevolution von 1968 rund um den Erdball hervorbrachte, hatte keiner das jesuanische Format, die pers&ouml;nliche Ausstrahlung und den philosophischen Tiefgang Rudi Dutschkes. Er hatte dieses alles, denn er war <strong>der F&uuml;hrer nach dem F&uuml;hrer</strong>. Heinrich B&ouml;ll nannte ihn &bdquo;Den mehrfach Deutschgekreuzigten / Den Rudi den Dutschke&ldquo;. Da&szlig; Dutschke drei Kopfsch&uuml;sse &uuml;berlebt und die zerst&ouml;rte Sprechf&auml;higkeit sich zur&uuml;ckerobert hatte, das darf getrost als ein Wunder gelten. Diese Wiederauferstehung Dutschkes offenbarte, da&szlig; die Vorsehung das Heil &ndash; schon zum zweiten Male im 20. Jahrhundert &ndash; auf einen Erl&ouml;ser der Deutschen gelegt hatte. Denn was Dutschke, der Sohn-F&uuml;hrer, verk&uuml;ndete &ndash; den gesamtdeutschen Sozialismus als ein erneuertes Leben der deutschen Volksgemeinschaft ohne westliche oder &ouml;stliche Bevormundung &ndash; das hatte der Vater-F&uuml;hrer im Rausche der entfesselten Produktivkr&auml;fte seiner sechs Friedensjahre schon verwirklicht. </p>
<p>Hitler und Dutschke haben beide f&uuml;r das <strong>Reich</strong>, also die Einheit von Kirche und Staat als der Einheit von Heilsgeschichte und Weltgeschichte, gek&auml;mpft: Adolf von Braunau, der &Auml;ltere, f&uuml;r das <strong>Reich der Notwendigkeit</strong>, Rudi von Luckenwalde, der J&uuml;ngere, f&uuml;r das <strong>Reich der Freiheit</strong>. Jenes bleibt immer Voraussetzung f&uuml;r dieses. Da&szlig; beides nur im historischen Rahmen des Deutschen Reiches als eine der nationalen Bedingungen internationaler Solidarit&auml;t m&ouml;glich sein wird, verstand sich von selbst. </p>
<p>Die nationale Erfahrung der Deutschen mit der revolution&auml;ren Aufhebung des kapitalistischen Systems mu&szlig;te der Welt ein zweites Mal verk&uuml;ndet werden, und zwar von dem nationalen Marxisten und solidarischen Internationalisten Rudi Dutschke. Alle heils- und weltgeschichtlichen Revolutionen m&uuml;ssen, um den Anschein der Zuf&auml;lligkeit zu verlieren, zweimal geschehen. Die<strong> Deutsche Revolution von 1933</strong> wie die <strong>Weltrevolution von 1968</strong> inthronisierten nicht die Arbeiterklasse oder gar eine andere Klasse der St&auml;nde eines Gemeinwesens zum revolution&auml;ren Subjekt, sondern das jeweilige Volk als den Souver&auml;n, der allein das Recht zu Revolutionen jeder Art habe. Revolutionstechnisch gesehen war 1933 eine nationale <strong>Machtergreifung</strong> und 1968 eine weltweite <strong>Wortergreifung</strong>. Beide zeichneten sich aus durch die doppelte Frontstellung gegen alte Rechte und alte Linke, gegen den Kapitalismus wie gegen den Kommunismus. Sie erkannten als h&auml;&szlig;liche Kehrseite des Proletariers den Bankier und den j&uuml;dischen Spekulanten. Beide Revolutionen waren Entproletarisierungsbewegungen. </p>
<p> Dutschke z&auml;hlte mit der SPD und KPD auch die NSDAP zu den drei &bdquo;bedeutendsten deutschen Arbeiterparteien&ldquo;. Deutscher Sozialismus als Reich der Notwendigkeit, wie ihn Adolf Hitler und seine Gefolgschaft praktizierte, ruht auf drei S&auml;ulen: 1) auf einer der Volksgemeinschaft unterworfenen und damit eigenwirtschaftlich (national&ouml;konomisch) geb&auml;ndigten Marktwirtschaft, 2) auf der Deutschen Arbeitsfront als Zwangsvergemeinschaftung der Klassenkampfverb&auml;nde der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft, die nach 1945 in &Ouml;sterreich und im westzonalen Altreich als &bdquo;Sozialpartnerschaft&ldquo; lange weitergewirkt hat, und 3) auf dem Reichsarbeitsdienst als der gesamtstaatlichen Eigenwirtschaftsorganisation. </p>
<p>Deutscher Sozialismus als Reich der Freiheit, wie ihn Rudi Dutschke und seine Nachfolger konzipierten, hat zur Voraussetzung die weitgehend arbeitslose und daher automatische Produktion. In solch einer Art Gemeinwesen ist das Verh&auml;ltnis von Herr und Knecht obsolet, es gibt eine gro&szlig;e Menge von Herrschaftslosen, also von Anarchen oder auch Anarchisten. Die breiten Massen m&uuml;ssen nicht mehr die herrschende Klasse ern&auml;hren, sondern umgekehrt von dieser ern&auml;hrt werden. Nicht mehr der Kampf zwischen Arbeiter- und Kapitalistenklasse in der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft ist das Hauptgeschehen, sondern der Verteilungskampf zwischen Etatisten- und Anarchistenklasse innerhalb des staatlichen Transfersystems. Die Hartz-IV-Demonstrationen im Sommer 2004 waren ein Aufstand der Anarchistenklasse gegen die Etatistenklasse, also ein dutschkistisches Geschehen. Die sozialen K&auml;mpfe zumindest des 21. Jahrhunderts werden von dutschkistischer Programmatik und Strategie bestimmt sein. Neben der weiteren Rationalisierung des Reiches der Notwendigkeit ist die k&uuml;nftige Hauptaufgabe nach erfolgter Wort- und Machtergreifung die <strong>Organisation des Reiches der Freiheit</strong>.</p>
<p>Im 20. Jahrhundert wurden Volk und Reich der Deutschen gekreuzigt. Um dem Deutschen Sozialismus ein f&uuml;r alle Male das Lebenslicht auszublasen, veranstaltete die vereinigte Konterrevolution aus kapitalistischen und kommunistischen M&auml;chten den Zweiten Weltkrieg mit vielen Millionen Toten und Verst&uuml;mmelten. Aber schon am 17. Juni 1953 standen die mitteldeutschen Arbeiter gegen die kommunistischen Kollaborateure der sowjetrussischen Besatzungsmacht auf und zwangen sie am 13. August 1961 zur Bankrotterkl&auml;rung des Berliner Mauerbaus. Auf dem West-Berliner Vietnamkongre&szlig; im Februar 1968, der ersten Internationale der Nationalrevolution&auml;re, drohte dann die amerikanische Besatzungsmacht, scharf zu schie&szlig;en. Den Vietnamkrieg hat Amerika verloren, auch dank der weltrevolution&auml;ren Wortergreifung von 1968, die zugleich der weltgeschichtlich erste Aufstand f&uuml;r das Reich der Freiheit war.</p>
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		<title>Die Zukunft der 68er Idee</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2001 10:18:38 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<ol>
<li>Die Idee, die vergangenen Ereignissen zu Grunde liegt, hat Zukunft, wenn ihr Wesen zwar in der Vergangenheit erschienen ist und sich auch als Tatgedanke, somit als Idee, manifestiert hat, aber in der Gegenwart nur als Bündel von Taten, worin Wesentliches und Unwesentliches nicht unterschieden ist, wahrgenommen wird. Die 68er Ereignisse und ihre Bewertungen sind bis heute durch die Entgegensetzung von Positivem und Negativem, bei dem es kein Drittes zu geben scheint, gekennzeichnet. Das deutsche &#8216;68 hatte aber einen zureichenden Grund, in den zurückgehen muß, wer es verstehen will.</li>
<li>Die Stärke eines geschichtlichen Wesens erkennt man an der Intensität seines Scheinens in der Nachwelt. Die Denunziationskampagne gegen 68er in der BRD-Regierung ist ein mehrfach reflektierter Schein, der, weil im Schein das Wesen erscheint, die Richtigen trifft, nämlich die Verräter der 68er Idee, die theorielosen Sponti-Häuptlinge und die kommunistischen Dogmatiker der 70er Jahre. Die 70er Jahre waren das Jahrzehnt der sozialdemokratisch-kommunistischen Konterrevolution; diese wurde ihrerseits von der kapitalistischen Reaktion der 80er Jahre beerbt.</li>
<li>Seinem geschichtlichen Wesen nach war das deutsche &#8216;68 &#8211; nach dem 17. Juni 1953 &#8211; der zweite Aufstand gegen eine Besatzungsmacht. Die Besatzungsmächte haben nach dem völkerrechtswidrigen Grundsatz <em>cuius regio eius oeconomia</em> ihren jeweiligen Besatzungszonen ihre obsoleten Wirtschafts-, Politik- und Gesinnungssysteme aufgezwungen. Der 68er Studentenaufstand in West-Berlin und West-Deutschland wurde von mitteldeutschen Studenten mit Hilfe westzonaler akademischer Mitläuferjugend (die ihren Vätern häufig das Mitläufertum im Dritten Reich wie in der Adenauer-BRD vorwarf) gegen Amerika und den Kapitalismus geführt.</li>
<li>Klaus Mehnert zufolge war &#8216;68 die erste Weltrevolution in der Geschichte. Sie wurde von der Jugend der Industrieländer gegen die kapitalistische Geldherrschaft, gegen ihre amerikanisch-israelische Hochburg und für das Reich der Freiheit unternommen. Sie war eine erfolgreiche Wortergreifung, deren Wort künftig zuerst von dem Deutschen Volke und danach von den anderen Völkern der Welt verstanden werden muß; ansonsten sind sie unfähig, zur Machtergreifung und endlich zur Besitzergreifung ihrer Länder fortzuschreiten. Werden sie aber zur Machtergreifung fähig, dann wird mit dem Vierten Deutschen Reich in den großen Völkern der Welt das Vierte Zeitalter der Macht eröffnet, worin der Geist herrscht und das Geld, das im Dritten Zeitalter der Macht die Welt regierte, gebrochen ist. Mit der 68er Weltrevolution begann insofern das Reich der Freiheit, als es die siegreiche Wortergreifung war, die zur künftigen Macht- und Besitzergreifung des Geistes als des Vierten Zeitalters der Macht führen wird. Aber der Sinn muß erst noch recht erfaßt, die vernommenen Worte müssen richtig begriffen werden.</li>
<li>Der seit Jahrzehnten anhaltende und gegenwärtig wieder hell entflammte Kampf um den Sinn von &#8216;68 ist ein Kampf um das Andauern des kapitalistischen Wirtschaftssystems und des Parlamentarismus als politischer Form, in der das Geld die Welt regiert. Die ideologischen Verteidiger der Geldherrschaft suchen den Sinn von &#8216;68 nach Kräften zu verdunkeln und den 68er Revolutionären die Konterrevolution der 70er Jahre sowie die Amerikanismen der westzonalen Mitläuferjugend als Inhalt zu unterschieben. Am Erfolg dieser intensiven Vernebelungspropaganda über &#8216;68 hängt die ideologische Sicherung der kapitalistischen Geldherrschaft. Zerreißt der Nebelvorhang, dann wird die 68er Wortergreifung wieder virulent, und den entwickelten Völkern der Welt steht die unmittelbare Aufgabe, den Kapitalismus und also die Geldherrschaft zu brechen, wieder klar vor Augen. Für die Hintergrundmächte, die mit der Lenkung der Kapitalströme die Geschicke der Welt steuern, wird es dann eng und gefährlich. Denn wenn nach der nächsten Weltkrise der Marktwirtschaft der Vorrang der Eigenwirtschaften der Völker wiederhergestellt ist, wird der Markt insgesamt und also auch der Kapitalmarkt in die ihm zustehende Randständigkeit zurückgestellt sein.</li>
<li>Das wahre, das weltrevolutionäre &#8216;68 beginnt im April 1965 mit Rudi Dutschkes Festlegung des Fixpunktes der Strategie. Als dieser Fixpunkt, der Ausgangspunkt der Strategie zu sein hat, war das Endziel des technologischen Prozesses bestimmt, das damals schon deutlich erkennbar war und heute offensichtlich ist: die &bdquo;tendenziell völlige Arbeitslosigkeit&brquo; (R. Dutschke, Geschichte ist machbar, ed. Miermeister, Berlin 1980, S.32) bei gleichzeitiger arbeitsloser Produktion. Damit war das Verschwinden der Arbeiterklasse vorausgesetzt. In entwickelten Völkern konnte nun nicht mehr den Industriearbeitern die Revolution aufgebürdet werden. Die revolutionären Aufgaben hatten jene zu übernehmen, die sich das zutrauten.</li>
<li>Zum ersten Mal in der Weltgeschichte ist in einer solchen Lage die herrschende Klasse nicht mehr bestimmt als jene, die von den Massen ernährt wird, sondern umgekehrt müssen die Herrschenden die Beherrschten ernähren. Die Herrschaft hat jetzt einen anderen Inhalt. Die Unterdrückung bezweckt nicht mehr die Privation des Mehrwerts. Das geistige Leben selbst wird im Meer der Blödsinnigkeiten ertränkt. Das Um-zu geht nur noch auf den abstrakten Machterhalt. Abstrakte Macht aber ist die Selbstabschaffung der abstrakt gewordenen Herrschaft, die alle inhaltliche Notwendigkeit verloren hat. Das Verhältnis von Herrschenden und Beherrschten hat sich dialektisch verkehrt, und in diesem Sinne wurde von 68er Theoretikern auch immer vom Ende der Herrschaft des Menschen über den (anderen) Menschen gesprochen, von Selbstbestimmung und auch von Demokratie qua Selbstbeherrschung der Völker ganz ebenso wie jedes einzelnen Menschen. Ein selbstbestimmtes Leben in unserem je eigenen, selbstbeherrschten Volk war, ist und wird sein das Ideal aller, die sich der 68er Idee verpflichtet fühlen.</li>
<li>Diese dutschkistische Strategie war damals kühnste konkrete Utopie, die heute von vielen hellen Köpfen verstanden wird. Durch die technisch-industriellen und naturwissenschaftlichen Revolutionen der vergangenen Jahrzehnte ist der Dutschkismus noch leichter nachvollziehbar geworden. Er wird alle Programme und Strategien des 21. Jahrhunderts bestimmen. In allen diesen Strategien wird die rationelle Organisation des Reiches der Notwendigkeit und also die materielle Versorgung eines jeden Volkes nur die Vorübung sein, die Gestaltung des Reiches der Freiheit aber die Hauptaufgabe.</li>
<li>Der Internationale Vietnamkongreß, den der SDS im Februar 1968 in der Technischen Universität in West-Berlin veranstaltete, war die weltgeschichtlich erste Internationale der Nationalrevolutionäre. Wir solidarisierten uns mit der vietnamesischen Revolution, dem vietnamesischen Wiedervereinigungskrieg, also mit einer nationalen Revolution, nicht aber mit konservativistischen, liberalistischen, sozialistischen oder sonstigen Revolutionen einer Klasse. Als kategorischer Imperativ folgte richtigerweise: &bdquo;Es ist die Pflicht eines Revolutionärs, die Revolution zu machen!&brquo; Die deutschen Revolutionäre waren wir selber, und die kommunistischen Kommilitonen ernteten Hohngelächter, wenn sie uns auf die Arbeiter oder gar auf Gewerkschaftsarbeit verwiesen.</li>
<li>Gegen diesen nationalrevolutionären Grundsatz von &#8216;68 erhob sich in den 70er Jahren die sozialdemokratisch-kommunistische Konterrevolution. In ewig gestriger Manier stilisierte sie erneut die Arbeiterklasse zum Subjekt der Geschichte in ihrer Doppelung von Reform und Revolution. Sie wurden von den weiter blickenden Kräften der Konservativen und Liberalen darin bestärkt. Diese witterten in der Neubelebung des Klassenkampfschemas die Chance für eine Revitalisierung ihrer Klassenherrschaft, die in den 80er Jahren auch tatsächlich eintrat.</li>
<li>Die Konterrevolution der 70er Jahre produzierte die Sponti-Szene als Trümmer-Bewegung der Verlierer, das Sammelsurium jener westzonalen Mitläufer der 68er, die den Rücksprung aus dem revolutionären Aufbruch in die BRD-Normalität nicht geschafft hatten. Untergründig erhielt sich die nationalrevolutionäre Linie der originären 68er, die in Nachfolgeorganisationen des SDS weiter verfolgt wurde. Der Waffen-SDS (RAF) nahm den bewaffneten Kampf auf und traf, bei allen taktischen Fehleinschätzungen und Rechtsirrtümern, auch legitime Ziele eines jeden nationalen Befreiungskampfes. Dieser manifestierte sich in Anschlägen auf Militärs der Besatzungsmacht, in Attentaten auf deutsche Kollaborateure und in der Ermordung einer Person, die die nationalrevolutionäre deutsche Volksgemeinschaft an das Interesse einer Klasse verraten hatte.</li>
<li>Ein weiterer Exponent der nationalrevolutionären Linie in den 70er Jahren war der Theorie-SDS, der das 68er Theorieprogramm weiterverfolgte und Mitte der 80er Jahre zum Abschluß brachte. Durch ein (noch von Dutschke vorbereitetes) Bündnis mit der nationalen Rechten ab 1985 wurde diese zunehmend vom Antikapitalismus und Antiamerikanismus der originären 68er beeinflußt. Das antikapitalistische Moment verstärkte sich seit 1990 dank des Zulaufs mitteldeutscher Jugend, die sich in den Volksaufständen von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen gegen die fremdrassischen zivilen Ersatzbesatzer eindrucksvoll zur Wehr setzte. In der ersten Hälfte der 90er Jahre brachte der Theorie-SDS in die erwachende deutsche Nationalbewegung ein Programm und eine Strategie ein, die auf der vollendeten 68er Theorie gründete. Der Theorie-SDS rekonstituierte sich 1995 als <strong>Deutsches Kolleg</strong>, als Schulungseinrichtung der nationalen Befreiungsbewegung der Deutschen, in der im Jahre 2000 Theorie und Terror, die Waffe der Theorie und die Theorie der Waffe, fusionierten. Allein die 68er Idee enthält sowohl in ihrer negativen Voraussetzung, dem nationalen Befreiungskampf gegen die Besatzungsmacht der Geldherrschaft, als auch in ihrer positiven Perspektive, der Organisation des Reiches der Freiheit, eine traditionsreiche, gegenwartssatte und zukunftsträchtige Handlungsanweisung für das Deutsche Volk und alle seine Völkergenossen.</li>
<li>Jeder Nationalismus beginnt an den vielen Grenzen der eigenen Nation bei den anderen Nationen und somit als Internationalismus. Ebenso entsteht im Wirtschaftsleben der Markt an den Grenzen der Gemeinschaften, er fängt als Weltmarkt an und hat den immer tiefer ins Innere eindringenden Binnenmarkt, der schließlich zu seiner Ordnung die ausdifferenzierte Binnenzollmacht erfordert, zum Endresultat. Der Nationalismus ist die Wahrheit des Internationalismus. Das Maß ist die Idee des Wesens.</li>
<li>Der älteste und verwerflichste Verräter an der 68er Idee unter den derzeitigen Mitgliedern der BRD-Regierung ist Otto Schily. Er betreibt das NPD-Verbot gerade deswegen, weil diese Partei, die 1968 noch stramm hinter der amerikanischen Besatzungsmacht und dem kapitalistischen Ausbeutungssystem stand, am entschiedensten auf anti-kapitalistischen und anti-amerikanischen Kurs gegangen ist. Dieser neue Kurs der NPD wird von der deutschen Jugend, insonderheit von der mitteldeutschen, getragen. Gegen diese Jugend hat Schily jetzt durch den Einsatz von BGS-Sondertruppen die &bdquo;Kriegserklärung an den eigenen Nachwuchs&brquo; (Die Welt, 20.2.2001, S.10) ausgesprochen. Der Dutschkismus lebt heute in dieser Jugend fort, deren Gefühle sich aufbäumen gegen ein System, das im April 1968 noch einen Jungarbeiter aus Sachsen-Anhalt dazu gebracht hatte, Rudi Dutschke niederzuschießen.</li>
<li>Jeder seelisch gesunde Mensch fühlt vor dem Kapitalismus, der Herrschaft des Geldes, einen existentiellen Ekel. Dieser Ekel ist unüberwindbar. An ihm wie an dem Wunsch nach dem Heil wird der Kapitalismus scheitern. Wahrscheinlich noch schmählicher als der Kommunismus.</li>
</ol>
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		<title>Kanonische Erklärung zur Bewegung von 1968</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Dec 1998 15:59:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DK</dc:creator>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angesichts des anhaltenden Mißbrauchs, der in Deutschland von Funktionären und Propagandisten der Fremdherrschaft über das deutsche Volk im besonderen wie der globalimperialistischen Kapitalherrschaft über die Völker der Welt im allgemeinenmit dem Mythos von 1968 betrieben wird, sehen die Unterzeichner sich zu folgender Erklärung veranlaßt, um nicht nur als Zeitzeugen, sondern auch als damals geschichtlich handelnde Personen gegenüber den Nachgeborenen und der Geschichtsschreibung klarzustellen, daß die Bewegung der Jahre um 1968 weder für Kommunismus noch für Kapitalismus, weder für drittweltliche oder östliche noch für westliche Wertegemeinschhaft aufstand, sondern allein für das Recht eines jeden Volkes auf nationalrevolutionäre wie sozialrevolutionäre Selbstbefreiung. Schon garnicht stehen wir für irgendeine Parteipolitik, für Parlamentarismus, für rot-grüne Regierungskoalitionen, für Demokratie als politischen Kapitalismus, und erst recht haben wir nichts zu schaffen mit Liberalismus, Konservativismus oder Sozialismus im Sinne einer Klassenherrschaft innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft. Die 68er Bewegung steht nicht für die Amerikanisierung der Welt, nicht für die Zerstörung der Völker und der Familien durch Kommerzialisierung von allem und jedem, nicht für die Ausbreitung von Job-Mentalität, schlechter Musik, Pornographie, Rauschgift, Kapital, Verbrechen und Kapitalverbrechen, – sie steht für das Gegenteil.</p>
<p><strong>Artikel 1</strong></p>
<p>Die Kulturrevolution von 1968 war die erste Weltrevolution gegen den Kapitalismus. Sie wurde getragen von der Jugend der industriell entwickelten Länder, nicht von der Arbeiterklasse, nicht vom Mittelstand, nicht von der Bourgeoisie oder der Bürokratie.</p>
<p><strong>Artikel 2</strong></p>
<p>Das Jahr 1968 bezeichnet den ersten Aufstand für das Reich der Freiheit. Den Ausgangspunkt dieses Aufstandes bestimmte Rudi Dutschke schon 1965: „Die tendenziell völlige Arbeitslosigkeit muß für uns &#8230; der Fixpunkt sein. Von diesem Endziel &#8230; des technologischen Prozesses her muß sich unsere Strategie konstituieren”. Am 5.9.1967 postulierten Krahl/Dutschke für den Aufstand eine Ausgangslage, in der „die Herrschenden die Massen ernähren müssen”.</p>
<p><strong>Artikel 3</strong></p>
<p>Das deutsche `68 war nach 1945 der zweite deutsche Aufstand gegen eine Besatzungsmacht, der wie der 17. Juni 1953 seinen Schwerpunkt in Berlin hatte. (Das Hauptgefechtsfeld war von der Stalinallee auf den Kurfürstendamm verlegt.) Nach Johan Galtung war die deutsche Marx-Renaissance nach &#8216;68 „eine Unabhängigkeitsbewegung” <em>(Leviathan 3/83,325)</em> des<em> </em>teutonischen Denkstils gegen den angelsächsischen.</p>
<p><strong>Artikel 4</strong></p>
<p>Das deutsche &#8216;68 war der zweite deutsche Revolutionsversuch gegen die Weltherrschaft des Kapitals. Deswegen wurde es als „linker Faschismus” tituliert.</p>
<p><strong>Artikel 5</strong></p>
<p>Der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) spielte eine der Jenenser Urburschenschaft vergleichbare Rolle als nationalrevolutionärer Initiator. Der zu Beginn der 70er Jahre sich bildendende Waffen-SDS (Rote Armee-Fraktion) setzte die Tradition eines Karl Sand, eines Major von Schill und eines ernsthaften Waffenstudententums fort. In der tragischen Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hans-Martin Schleyer traf der Waffen-SDS einen SS-Mann, der die Position der nationalrevolutionären Volksgemeinschaft zugunsten derjenigen des Anführers eines Klassenkampfverbandes verraten hatte.</p>
<p><strong>Artikel 6</strong></p>
<p>Was für die nationalrevolutionäre Burschenschaft des frühen l9. Jahrhunderts das Jahr 1848, das war für den nationalrevolutionären SDS das Jahr 1989: eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges zur Volkssouveränität und eine steckengebliebene Volksrevolution. Wurde nach 1848 die völkische Wiedervereinigung des Deutschen Reiches durch die antivölkische Restauration der dynastischen Herrschaften verhindert, so hat ab 1990 das Parteiensystem als Vogtei der Fremdherrschalt durch einen Verfassungsstreich seine Kollektivdiktatur in Deutschland konserviert.</p>
<p><strong>Artikel 7</strong></p>
<p>In der 68er Bewegung sind zwei nationalrevolutionäre Flügel entstanden, die Neue Linke und die Neue Rechte. Erstere legte ihre Hauptstoßrichtung gegen den Amerikanismus fest, letztere gegen den Sowjetismus. Die Neue Rechte hat ihr Nahziel erreicht und wendet sich zunehmend gegen den Amerikanismus und Kapitalismus, so daß eine Wiedervereinigung dieser beiden nationalrovolutionären Flügel stattgefunden hat. Nur dieses Neue hat den 68er Mythos erzeugt, hat Kunst und Kultur inspiriert. Das 68er Theorieprogramm hat den Deutschen Idealismus fortgesetzt, hat die Anstrengung des Begriffs auf sich genommen, die Welt von Gott her zu denken. Die Idee einer Internationale der Nationalrevolutionäre wurde im Februar 1968 auf dem Berliner Vietnamkongreß gefaßt, der die Aufgabe hatte, „Keimformen einer europäischen Befreiungsfront zu legen, um die Großmächte und ihre Kollaborateure aus Zentraleuropa zu drängen” (Bernd Rabehl, 6.12.98).</p>
<p><strong>Artikel 8</strong></p>
<p>Im Jahre 1968 wurde nicht nur das Neue und mit ihm der Mythos geboren, sondern geriet auch das Alte, auch Liberalismus und Konservativismus, auch reaktionäre Linke und reaktionäre Rechte, in Bewegung, und das Veraltete hatte, wie häufig in der Geschichte, eine destruktive Mehrheit. Diese Kräfte haben sich sämtlich von der 68er Bewegung später distanziert oder sie verflachend und verfälschend exploitiert oder dämonisiert. Die Krone der Verfälschung und des Verrats ist die Darstellung der rot-grünen Regierung als Machtantritt der 68er Ideen.</p>
<p><strong>Artikel 9</strong></p>
<p>Jede Nation, die nicht untergehen will, wird ihre Staatsverfassung wie ihre Sozialstruktur immer wieder der Revolution unterziehen, also der Umkehrung ihrer wesentlichen Verhältnisse dergestalt, daß neue und höherstehende Verhältnisse wesensbestimmend werden. Auch die Links-Rechts-Unterscheidung in der politischen Willensbildung tritt ständig neu auf. Denn jede Politik hat es mit Rechten der Personen, ob Einzelne oder Gemeinschaften, zu tun. Die rechte Politik will<strong> </strong>diese Rechte verteidigen oder zurückholen. Diese Rechte sind aber nur ins Dasein getreten durch eine politische Linke, die ihre Entstehung zuerst gefordert und ihre Schaffung und Gewährung schließlich durchgesetzt hat.</p>
<p><strong>Horst Mahler (SDS) · </strong><strong>Günter Maschke (SDS) · R</strong><strong>einhold Oberlercher (SDS)</strong></p>
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